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Sonntag, 2. Oktober 2016

Follow the Sloth - Die Tour

http://sloth-mtb.blogspot.lu/2016/10/follow-sloth-die-tour.html
Um Viertel vor 10 und bei strahlendem Sonnenschein kam Alex bei mir vorbei. Natürlich war ich bereits fertig. Noch eine Tasse Kaffe und dann war es soweit. Endlich.
Um 10h fuhren wir los. Ich war ein bisschen aufgeregt =) Ein wenig organisatorische Planung hatten wir ja schon in die Vorbereitung der Routenführung gesteckt und ich war gespannt wie die Runde ankommen würde. Wenn überhaupt jemand mitfahren würde... Ich konnte absolut nicht einschätzen wer da so kommen würde. Dass lediglich 3 oder 4 Leute über die Facebook-Veranstaltung zugesagt hatten, hatte meine Erwartungshaltung schon etwas gedämpft. Ich wusste zwar von dem ein oder anderen dass er kommen wollte, aber naja... man will so viel im Leben. Also kurz gesagt hatten wir keine Ahnung was uns erwartete.
Als wir beim Panzhaus ankamen empfing uns bereits Tim und brachte erstmal ne Runde Kaffee. Ich konnte ihn gebrauchen. Ein Teilnehmer, Marco, erwartete uns sogar bereits. Also waren wir schon mal nicht alleine. Gute Neuigkeiten. Aber meine anfängliche Skepsis wich rasch als nach und nach noch einige weitere Mitfahrer eintrudelten.
Nach ein bisschen Geplauder ging es schließlich los. Unsere Gruppe war mittlerweile auf 13 Fahrer angewachsen, die sich nun neugierig auf den Weg machten. Erstmal natürlich bergauf. In den Wald im Hintergrund. Ich weiß nicht wer Schuld hat, aber wir schlugen ein flottes Tempo an. Die ersten Kilometer gingen rasch vorbei und schließlich erreichten wir den ersten kleinen Trail. Eine durchaus technische, wurzelige Passage mit einer immer noch beständigen Steigung. Nach etwa einem Kilometer kreuzten wir einen Waldweg und wendeten uns der ersten Abfahrt zu.
Eine recht flowige Abfahrt die sich über ein paar Kurven den Hang hinterzieht in Richtung Bergen. Um die Gruppe etwas im Auge zu behalten fädelte ich als Letzter auf den schmalen Pfad ein und folgte der Gruppe. Flott gings bergab. Als wir am Fuss der Strecke ankamen konnte ich bereits das ein oder andere Grinsen in den Gesichtern sehen und war mir sicher dass unsere geplante Runde gut ankommen würde. Trailig sollte es nämlich erstmal weitergehen. Wenn auch erstmal wieder bergauf. Aber immerhin.
Die Strecke war durchaus fordernd. Sich über die wurzeligen und felsigen Pfade den Wald hinauf zu arbeiten machte zwar ungemein Spaß, ging aber auch ordentlich auf die Kondition. Ungeachtet dessen blieb unser Tempo trotzdem immer noch recht hoch. Wir kamen ziemlich gut voran. Als wir am Ende dieses Trails ankamen war allerdings auch keiner enttäuscht dass uns nun erstmal wieder drei, vier Kilometer auf Waldwegen erwarteten, bevor wir den nächsten Trail erreichten.

Der Waldweg dem wir folgten wurde immer steiler. Nachdem wir die fieseste Stelle geschafft hatten waren wir so gut wie am Ziel. Jetzt war ich doch froh wieder auf einen Trail zu kommen. Hauptsächlich allerdings weil es jetzt erstmal wieder bergab ging. Nachdem wir eine Gruppe entgegenkommender Wanderer noch hatten passieren lassen bogen wir auf den Pfad ein. Eine kürzere Abfahrt, aber dafür sehr lustig. Auch diese Strecke startete relativ wurzelig, wobei sich auch hier rasch größere Felsen dazugesellten. Ohne das die verbockten Stellen weniger geworden wären tauchte der Trail nach einer Weile links ab und folgte dem Hang. Es wurde zum ersten Mal steil.
Solche Passagen lagen noch einige vor uns. Nachdem wir eine Weile dem Bach gefolgt waren ging es plötzlich steil links den Berg hoch.
Der Weg zwang uns die Bikes zu schultern und über grobes Geröll und große Felsen zu klettern. (Doch, doch, das Bild zeigt den "Weg")... Steil, aber glücklicherweise nicht all zu lang ging es so hinauf auf den Bärenfelsen. Das machte den ein oder anderen sicher neugierig. Wenn es auf unserer Seite so hoch ging...
Oben angekommen folgten wir noch einem kurzen Pfad und erreichten unsere nächste Abfahrt.

Zuerst entlang der Felswand dann steil links runter und über Geröll und Felsen auf den Weg. Die bislang schwierigste Stelle.

Nachdem wir abermals eine Weile einem schmalen Pfad gefolgt waren, hörte erneut unvermittelt die Welt vor uns auf. Von den vorherigen Streckenabschnitten gewarnt begutachteten wir diesesmal zunächst zu Fuss uns da erwartet.
Die Abfahrt die vor uns lag war offenbar für einige das Highlight unserer Runde. Für mich zwar nicht so.. aber bei unserer Gefolgschaft stieß der Trail auf rege Begeisterung. In steilen, felsigen Kurven schwang sich der Weg um die Felswand und endete auf den Wanderweg weiter unten. Unter neugierigen Blicken einiger Wanderer nahmen einige unserer Gruppe die Sache in Angriff.
Ich für meinen Teil zog es vor mich hier nicht umzubringen und schob den größten Teil. Wie ein Mann! =)

Mittlerweile waren wir schon eine ganze Weile unterwegs und es wurde Zeit für die ersten technischen Probleme. An einem Bike ging die Sattelstütze nicht mehr hoch. An einem anderen Bike ging sie nicht mehr runter. Hätten die beiden sich zusammengetan hätten sie eigentlich weiterfahren können =)
Naja was solls. Wir entschlossen uns von unserer vorbereiteten Strecke abzuweichen und zusammen den Heimweg einzuschlagen. Eine gute Idee. Wie zur Bestätigung fing es dann auch noch zu regnen an. Wobei die Formulieren es nicht ganz trifft. Es tat sich der Himmel auf und duschte uns einmal so richtig ab.
Kurz vor Greimerath teilten wir uns auf. Die konditionell oder technisch Angeschlagenen schlugen hier den direkten Weg ein, die übermotivierten, fitten hingen noch ein paar Kilometer bergauf und den ein oder anderen Trail dran. Rückblicken weiß ich jetzt dass ich mich hier der falschen Gruppe angeschlossen hatte.
An den kommenden Höhenmeter fand ich nicht so recht Gefallen. Irgendwo auf der Strecke war meine Kondition offensichtlich eingebrochen ohne dass ich es gemerkt hatte und das hatte ich jetzt davon. Die Gruppe zog vor mir davon und ich bildete, pflichtbewusst wie ich bin, immer noch den Schluss der Gruppe. Leider mittlerweile allerdings alleine. Naja. Irgendwann kamen auch wir wieder beim Panzhaus an, wo die anderen bereits auf uns warteten. Jetzt war Tim dran uns wieder aufzupäppeln. Bier. Essen.

Immer noch von dem Wolkenbruch völlig durchnässt konnten wir uns jetzt wenigstens erstmal am Ofen wärmen.
Das war eine saugute Tour mit euch heute! Danke dass ihr Bock hattet und uns begleitet habt. Es war wirklich prima! Ich denke das werden wir wiederholen müssen =)