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Sonntag, 26. März 2017

Follow the Sloth - Die Tour

Vor mehreren Wochen hatten wir die Tour bereits angekündigt, aber an die Zeitumstellung hatte jetzt wirklich niemand gedacht. Das war wirklich eine kurze Nacht =)
Um halb 10 (neuer Zeit!) kam Alex bei mir vorbei und wir packten verschlafen die Bikes in mein Auto. Noch eine dringende Tasse Kaffee, dann mussten wir los. Als Startzeit hatten wir 11 Uhr angesetzt. Und das obwohl ich eigentlich davon ausging dass wir heute alleine fahren. Die ganzen üblichen Verdächtigen hatten leider keine Zeit, keine Lust, oder etwas anderes zu schaffen. Aber was soll's. Immerhin das Wetter hätte nicht besser seien können. Und wer hätte es gedacht - gleichzeitig mit uns fuhr noch ein weiteres Auto mit Mountainbikes auf den Parkplatz vom Panzhaus. Die Jungs hießen Andi und Michael, verfolgen unseren Blog und hatten sich überlegt bei uns mitzufahren. Cool! Und schon waren wir vier. Kaum hatten wir uns bekannt gemacht, kam Tim mit einer Runde Kaffee zu uns raus. Wir konnten gut noch einen gebrauchen. Als Überraschung hatte Tim sogar ein Präsent für uns. Er hatte es gesehen und uns mitgebracht =) Schon lange kein Kuscheltier mehr geschenkt bekommen, Tim =) Vielen Dank.

Sonnenschein, Geschenke und Kaffee. So konnte es weitergehen. Wir machten es uns mit unserem Kaffee gemütlich und besprachen erstmal unsere Tour. Ein paar Minuten hatten wir noch bis Elf und wir wollten sowieso nicht zu früh los. Aber schließlich war es soweit und es blieb uns nichts anderes übrig als zu starten. Insgesamt fühlte ich mich da noch ziemlich erledigt. Ich hatte schon Muskelkater von gestern, dann waren wir Abends noch ein paar Bier trinken und zu wenig geschlafen hatte ich auch. Allerdings war ich zuversichtlich dass die Problemchen mit der Bewegung in der Sonne verschwinden würden. Aber erstmal natürlich... bergauf.
Die letzten Meter bis zur ersten Abfahrt bewältigten wir schon mal auf einem wurzeligen Trail. Ein Vorgeschmack auf den Rest unser heutigen Tour. Nach vier Kilometer oben angekommen wartete die Belohnung. Auf den nächsten zwei Kilometer ging's bergab. Ein schneller Trail führte uns über mehrere ausgedehnte Wurzelfelder hinab nach Bergen. Oberhalb der Ortschaft wendeten wir uns in Richtung Osten und fuhren über verschiedene schmale Pfade, mal bergauf, mal bergab bis südlich schon Scheiden. Ein schöner Streckenabschnitt mit teilweise recht technischen Passagen.
Muskelkater und Müdigkeit waren mittlerweile übrigens kein Thema mehr und rückblickend muss ich sagen, dass das konditionell wohl der angenehmste Abschnitt für mich heute war. Nun hatten wir nämlich den härtesten Anstieg unserer Tour vor der Brust. 200 Höhenmeter auf 2 Kilometer. Wir passierten das Dörfchen Scheiden und kamen schließlich knapp oberhalb der Ortschaft wieder in den Wald.
Das Gelände wurde immer felsiger und unser Weg führte immer wieder über verblockte, steile Rampen. Wir mussten häufiger schieben, oder sogar tragen. Das kostete Unmengen an Energie. Kraft die ich eigentlich für unseren Heim eingeplant hatte... Irgendwann hatten wir es jedenfalls geschafft und widmeten uns wieder dem bergab Fahren. Wir schlug eine Schleife durch den Wald rings um Scheiden und trafen aus Richtung Osten wieder auf die Ortschaft.
Unsere Kräfte schwanden allmählich und es wurde langsam Zeit für den Rückweg. Nach knapp 25km, kurz vor dem Ziel, befanden wir uns wieder an der Stelle wo die Diskussion aufkommt noch einen Berg und eine Abfahrt mitzunehmen. An der gleichen Stelle schloss ich mich bei unserer ersten Tour der falschen Gruppen an und ließ mich zu noch einem Anstieg hinreißen =) Heute konnte ich nicht mehr. Die Waldarbeit gestern und die heutige Tour hatten mich geschafft, und ich merkte bereits bei der ein oder anderen Abfahrt dass ich es für heute besser gut seien lassen sollte. Alex, Michael und Andi schlugen also ab hier noch eine Schleife um eine letzte Abfahrt anzugehen (ausgerechnet auch noch bei den Windrädern), und ich nahm die weniger anstrengende Alternative... Ich bereue nichts =)
Ich war eine viertel Stunde eher im Panzhaus. War umgezogen. Bike gewaschen und verstaut. Und konnte mich endlich wieder meinem Muskelkater von gestern widmen. Der von heute ist dann morgen dran =)
Danke Tim für deine Gastfreundschaft. Das Werkzeug und den Wasserschlauch. Kaffee, Bier und das leckere Essen. Und natürlich für das Sloth =) Mit Andi und Michael war es eine super Tour heute. Danke dass Ihr da wart. Ich hoffe die 30km mit 1000 Höhenmeter haben euch gefallen. Alles richtig gemacht würde ich sagen! Bis zum nächsten Mal..