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Sonntag, 25. September 2016

Vom Bett aufs Bike

Sonntagmorgen, 6:05. Der Wecker an meinem Handy reißt mich aus dem Schlaf. Draußen ist es noch stockdunkel. Zu was für einem Mist hatte ich mich jetzt schon wieder verabredet?!
Ich bin ja ein Fan davon früh biken zu gehen, aber heute habe ich festgestellt dass Sonntags um Sieben zu starten mein Limit darstellt. Es ist noch Nacht. Richtig dunkel. Ein sternenklarer Himmel und ziemlich kalt. Eigentlich hätte ich dieses Wochenende keine Zeit zum Biken gehabt. Alex auch nicht. Sein Bike ist sowieso in der Werkstatt. Aber als gestern Philipp fragte ob jemand um 7h mitkäme habe ich mich hinreißen lassen und zugesagt. Während ich mich noch völlig verschlafen fertig mache und versuche meine Kaffeemaschine in Gang zu bekommen frag ich mich ob das jetzt wirklich so schlimm gewesen wäre ein Wochenende nicht zu fahren.

Ich weiß gar nicht so genau wie ich die Stunde bis zu unserem Treffen umbrachte. Wahrscheinlich ist viel Zeit vergangen während ich müde und desorientiert ins Leere starrte, aber gegen Sieben wurde es dann tatsächlich noch knapp und ich musste mich beeilen damit ich nicht zu spät komme. Also das Rad geschnappt, Tür zugeworfen und die Treppen runter. Helm vergessen. Zurück.. Ich war offenbar wirklich noch nicht wach.

Es war tatsächlich immer noch dunkel als ich an unserem Treffpunkt ankam. Ein Blick auf mein Handy sagte mir dass der Sonnenaufgang um 7:24 war. Prima. Bis zur ersten Abfahrt sollte es immerhin hell genug sein...

Nach ein paar Minuten trudelten Philipp und -Überrachung- Kalle ein. Mit Kalle wollte ich ja sowieso schon länger mal Biken gehen, aber dann kam ihm leider ein Kniescheibenbruch dazwischen.  Heute also seine erste Tour nach der Verletzung. Ausgezeichnet. Dann bleibt es anstrengungsmäßig wenigstens im Rahmen =)
Also los. Abgesehen von ein, zwei Taxis waren noch keine Autos auf der Straße. Die noch ruhige Stadt hinter uns zu lassen und durch das Tiergartental in den Wald zu fahren hatte schon sehr viel Charm. Früh morgens loszufahren ist eigentlich schon sehr cool. Nach der ersten Steigung erreichten wir den Gutshof Mariahof und sahen zum ersten Mal die Sonne. Spätestens jetzt war ich doch froh mich zum Aufstehen überwunden zu haben. Weiter gehts. Die erste Abfahrt wartet.

Bis wir den höchsten Punkt erreicht hatten und uns für den ersten Trail bereit machen warf die niedrige Sonne lange Schatten in den Wald. Da gleich durch zu rasen würde sicher witzig werden =)
Nachdem wir was getrunken hatten und wieder zu Atem gekommen waren gings los. Brille aufgesetzt - beschlagen. Abgewischt - verschmiert. Ach egal - Los!
Heute liefs gut. Nachdem ich ja letztes Mal auf diesen Trails den Jungs aus dem Verein nicht hinterher kam, war ich dieses Mal gespannt ob es mir bei Philipp und Kalle genauso gehen würde. Aber heute war das sehr viel besser. Sowie konditionell, als auch bezüglich unserer Abfahrtsgeschwindigkeit passten wir gut zusammen. Solange sich Kalle oft genug das Knie bricht können wir gerne häufiger zusammen fahren =)
Als wir gegen 9h wieder in die Stadt zurückkamen erwachte dort langsam das Leben. Ein gutes Gefühl wenn der Sonntag noch komplett vor einem liegt. Jetzt Brötchen holen und dann nachhause. Das war eine sehr schöne Tour heute. Hat Spaß gemacht mit euch!